Ohne Visa geht nichts

Allein die Beschaffung der Visa im Voraus ist ein Kapitel für sich. Leider unterliegen die meisten der zentralasiatischen Staaten ziemlich strikten Visabestimmungen, auch für deutsche Staatsbürger. Da es für keinen der Staaten ein visa on arrival gibt und wenn man auf dem Landweg einreist, schon gleich gar nicht, musste ich mich vorab um die Visa für den Iran, Turkmenistan und Usbekistan kümmern. Das klingt einfacher als zunächst gedacht. Allein das erste Visum für den Iran hat mir mehrmals Kopfschmerzen bereitet. So braucht man für dieses Visum zunächst eine Referenznummer vom iranischen Außenministerium, welche einem aber keiner besorgen kann. Schließich fand ich einen online-Service, der mir innerhalb von zehn Arbeitstagen eine profane Nummer für 50 Euro per Mail zugeschickt hat. Um zeitsparend vorzugehen, hatte ich meinen Pass in der Zwischenzeit nichtsahnend zur usbekischen Botschaft nach Berlin geschickt, die ebenfalls eine Bearbeitungszeit von 10 Arbeitstagen versprach. Dabei waren neben dem Visumsantrag selbst, auch ein Beleg über die Auslandskrankenversicherung, eine Bankbestätigung zur getätigten Überweisung und sonstige Erklärungen zu erbringen. Da es bei der Bezahlung zu einem Missverständnis kam, dauerte die Angelegenheit fast vier Wochen. Inzwischen drohte die bereits erhaltene Referenznummer mit ihrer befristeten Gültigkeit abzulaufen. Doch mein Pass kam einfach nicht. Nach einigen Telefonaten wurde er schließlich vom usbekischen Konsular versandt, wenn nicht just an diesem Tag der unbefristete Streik der Post begonnen hätte. Schließlich kam der Briefumschlag aber am nächsten Tag, drei Tage vor Ablauf der Referenznummer, an. Kurzerhand entschloss ich mich, am nächsten Tag zur iranischen Botschaft nach Berlin zu fahren und das Visum einfach persönlich für erneut 50 € zu beantragen, wenn auf die Post schon kein Verlass ist. Das klappte so reibungslos, dass ich in den folgenden Wochen gleich weitere Botschaften besuchte. Auch hier bestätigt sich einmal mehr, dass bürokratische Dinge sich am besten persönlich klären lassen. Die indische Konsularabteilung gibt eine Beantragungszeit auf dem postalischen Weg von zwei Wochen an, obwohl der Amtsweg lediglich drei Tage dauert.

Kurz vor Abreise hatte ich jedenfalls meinen Pass mit allen notwendigen Visa wieder in der Hand. Einzig das chinesische Visum konnte ich aufgrund der langfristigen Anreise nicht beantragen, sodass ich mein Glück in einer der Botschaften Zentralasiens, Taschkent oder Bischkek, versuchen muss. Da das Visum für Sri Lanka konkrete Flugeinreisedaten erfordert, werde ich nach jetzigem Kenntnisstand ein Visum on arrival versuchen. Mögen mir die bürokratischen Hürden wohl gesonnen sein. Es bleiben also einige unbekannte Größen, die es sicherlich weiterhin spannend machen 🙂

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