Im Heimatland des Plovs

Rückblick Teil 3, Usbekistan. Isolation, Zensur und Personenkult ade. Nach fünf Tagen Transit durch Turkmenistan traf ich in Usbekistan wieder auf neugierige und freundlichere Menschen. Ich möchte Usbekistan aber nicht über den grünen Klee loben, auch hier ist’s mit den demokratischen Werten nicht weit her. Innenpolitisch wird das Land von Präsident Karimov geführt, wieder so ein Unabhängigkeitsdinosaurier. Nicht, dass einer glaubt, ich bevorzugte Diktaturen auf meiner Reise – diese Länder, und davon abgesehen spannenden Kulturen, liegen nunmal auf meinem Weg.  Weiterlesen „Im Heimatland des Plovs“

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Stippvisite in Dresden

Nordostrumänien. Die Nacht war kurz, da John und Andrea schon um sechs Uhr morgens zur Arbeit mussten. Sie brachten mich zum Bahnhof, in dem ich in eines der Schließfächer mein Gepäck einschloss. Die Stadt Botoșani war mir kein unbeschriebenes Blatt, da ich hier schon einmal vor fünf Jahren auf einer Osteuropareise mit Tim vorbei gekommen war. Der Charme dieser 100.000-Einwohner-Stadt erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Nur eingefleischte Dresdner und andere Verrückte erkennen auf den zweiten Blick, dass der hiesige Trambetrieb mit ehemaligen Dresdner Straßenbahnen betrieben wird. Bevor es nach Bukarest weiterging, wollte ich hier einen Zwischenstopp einlegen und schauen, was sich seitdem verändert hatte. Die Hauptstraße, die vor fünf Jahren noch unbefestigt war, ist nun ausgebaut. Auch der Bahnhof wurde grundlegend saniert und ist kaum wiederzuerkennen. Beim Einstieg in einen schwarz-gelben Tatrawagen wurde ich passend mit einem Guten Morgen, Dresden-Aufkleber der Morgenpost begrüßt. Dem Zielfilm zufolge fuhr mit der Linie 1 nach Cotta. Weiterlesen „Stippvisite in Dresden“

Kiewer Hauptstadtgeflüster

Es ist 5:30 Uhr am Morgen als die Hauptstadt der Ukraine und ich gerade in einem unterschiedlichem Tempo erwachen. Mein Nachtzug war pünktlich in Kyiv Passagieri angekommen. Die Sonne scheint und wird wohl wieder einen heißen Tag bescheren. Ich wollt es langsam angehen, schließlich war es gerade mal sechs Uhr und zu früh, um in ein Hostel einzufallen. Also gab ich meinen Rucksack in einer der non-stop Gepäckaufbewahrungen in dem riesigen Bahnhof ab und setzte mich in eine Schnellimbisskette, um übers Internet die Bleibe für die nächsten zwei Nächte zu buchen. In der schönen, neuen Welt ist das ja wunderbar einfach. Dann hielt mich nichts mehr drinnen, ich war neugierig, wie die ukrainische Hauptstadt tickt. Weiterlesen „Kiewer Hauptstadtgeflüster“